Karin Roth: „Rote Karte gegen Kinderarbeit: Bundesregierung muss endlich entschieden handeln.“

SPD-Politikerin lobt Initiativen im Wahlkreis Esslingen.

„Kinderarbeit ist ein Verbrechen und nichts anderes als eine besonders subtile Form von Gewalt gegen Kinder“, erklärt Karin Roth, zuständige Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion und Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Esslingen, anlässlich des Internationalen Tages gegen Kinderarbeit am 12. Juni 2012.

Ob Fußbälle, Kakaoerzeugnisse oder Grabsteine – viele Produkte, die auch auf den deutschen Markt gelangen, stammen aus ausbeuterischer Kinderarbeit. Daher muss die Bundesregierung entschieden gegen Kinderarbeit auf nationaler und internationaler Ebene vorgehen. Sie muss stärker auf Unternehmen einwirken, alle relevanten Produktionsschritte zu kontrollieren, um ausbeuterische Kinderarbeit für ein Endprodukt möglichst ausschließen zu können. Ein wichtiger Schritt wäre ein einheitliches Zertifizierungssystem für die gesamte Produktions- und Lieferkette von Produkten.

Zwar ächten internationale Abkommen wie die ILO-Kernarbeitsnorm 182 ausbeuterische Kinderarbeit, aber nach wie vor arbeiten täglich über 200 Mio. Kinder weltweit. Fast die Hälfte der arbeitenden Jungen und Mädchen haben keine Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Kinderarbeit ist ein Hauptgrund, der einen regulären Schulbesuch von Kindern verhindert. Daher ist Bildung ein wichtiger Schlüssel zur Bekämpfung von Armut und ausbeuterischer Kinderarbeit.

Karin Roth: „Wir fordern die Bundesregierung auf, ein Bündel an Maßnahmen umzusetzen, um ausbeuterische Kinderarbeit aktiv zu bekämpfen. Bislang hat Schwarz-Gelb es versäumt, bei der Bekämpfung der weltweiten Kinderarbeit eine Vorreiterrolle einzunehmen.“

Die SPD-Politikerin lobt in diesem Zusammenhang besonders die zahlreichen Initiativen in den Städten und Gemeinden im Wahlkreis, die bereits wichtige Regelungen zur Bekämpfung von Kinderarbeit in den kommunalen Vergabeverfahren verankert haben.




Veröffentlicht am:
11:14:00 12.06.2012