
Karin Roth, Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Esslingen, hat heute für gesetzliche Verbesserungen bei der Organspende gestimmt. Die SPD-Politikerin hatte den Antrag gemeinsam mit anderen Abgeordneten in den Deutschen Bundestag eingebracht. Der Antrag wurde mit breiter Mehrheit angenommen.
Roth: „Täglich sterben Menschen, die leben könnten, wenn ein Spenderorgan zur Verfügung stünde. Deshalb waren entschiedene Schritte nötig, um die Bereitschaft zur Organspende zu fördern. Information und Aufklärung sind wichtig, reichen aber nicht aus. Wir haben jetzt einen Weg gefunden, dass jeder Mensch sich mit der Frage seiner eigenen Spendebereitschaft ernsthaft befasst - und sie selbst entscheidet.“
In Deutschland sterben jeden Tag drei Menschen, weil sie nicht rechtzeitig ein Organ erhalten haben - 12.000 warten dringend auf ein Spenderorgan. Künftig werden die Bürgerinnen und Bürger in einem ersten Schritt durch ihre Krankenversicherung angeschrieben. Sie werden dabei über die Organspende informiert und aktiv aufgefordert, sich im Hinblick auf ihre Spendebereitschaft zu entscheiden und diese Entscheidung auf einem Organspendeausweis zu dokumentieren. Diese Aufforderung wird dann regelmäßig durch die Krankenversicherungen erfolgen. Zunächst alle zwei Jahre, mit der Einführung der neuen elektronischen Gesundheitskarte alle fünf Jahre. Klar ist: Es gibt keinen Zwang zur Entscheidung.
Beiliegendes Foto zur freien Verwendung mit Quellenangabe „Marco Urban“.