Karin Roth unterstützt Forderung „Rehabilitation vor Pflege“ von Pro Quarto Esslingen

VdK-Verbände im Landkreis Esslingen und Seniorenräte in Stadt und Kreis Esslingen schreiben Offenen Brief an die Bundestagsabgeordnete

„Pflegepolitik geht alle an, sie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es ist wichtig, dass Sie sich als Vertreter gesellschaftlicher Gruppen einbringen in die Diskussionen, wie wir Pflege noch besser gestalten können. Deshalb danke ich Ihnen für Ihren Beitrag und freue mich, dass unsere Positionen übereinstimmen“, antwortet Karin Roth, SPD-Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Esslingen, dem Bündnis Pro Quarto Esslingen auf dessen Offenen Brief.

Die SPD-Bundestagsfraktion unterstütze die Forderung nach mehr medizinischer Rehabilitation, schreibt Roth weiter: „Im März 2012 haben wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ein Konzept zur Reform der Pflegeversicherung vorgelegt, das die Stärkung von Prävention und Rehabilitation vorsieht. Der Grundsatz „Prävention vor Rehabilitation vor Pflege“ darf nicht nur eine Formel sein. Die Stärkung der Prävention muss auf vielfältige Weise unterstützt werden, beispielsweise durch gute Beratung, aber auch in medizinischer Hinsicht durch eine gute ärztliche Versorgung und durch Reha-Maßnahmen. Denn die Ziele von Prävention und Rehabilitation im höheren Lebensalter sind die Vermeidung von Erkrankungen, Funktionseinschränkungen, Behinderungen und Hilfebedürftigkeit. Eine verbesserte Abstimmung zwischen medizinischen und pflegerischen Leistungen ist dringend erforderlich. Durch eine frühzeitig ansetzende Beratung können, und das führen Sie in Ihrem Schreiben ebenfalls aus, die Kosten beträchtlich gesenkt werden.“

Die SPD fordere, dass der Anspruch auf medizinische und geriatrische Rehabilitation eingelöst werden müsse. Denn geriatrische Rehabilitation sei tatsächlich medizinische Rehabilitation.

Darüber hinaus sei es Ziel, alle Reha-Anträge an einer Stelle zu bündeln und unabhängig von der Zuständigkeit eines Kostenträgers dort zu prüfen und zu entscheiden. Es soll geprüft werden, wie das Antragsverfahren für Reha-Maßnahmen so organisiert werden kann, dass eine tatsächliche Durchsetzung des Rechtsanspruchs auf medizinische Rehabilitation sichergestellt wird.

Karin Roth: „In unserer Gesellschaft darf niemand, der pflegebedürftig geworden ist, abseits stehen, sondern muss sich auf die Solidarität der Jüngeren und insbesondere der stärkeren Nicht-Pflegebedürftigen in unserer Gesellschaft verlassen!“




Veröffentlicht am:
19:38:00 10.05.2012